Geschichte

In der Boom-Zeit des Internets und der daraus folgenden Euphorie haben geschickte „Verkäufer“ nahezu jedem Unternehmen eine Internetseite oder sogar ein Shop-System aufgeschwatzt. Die Wirksamkeit dieser meist Laienhaft zusammen-gestrickten „Web-Auftritte“ geht gegen Null.


In der Folge ist nun fast überall eine Aversion gegen das hervorragende Vermarktungssystem Internet festzustellen. Der richtige Ansatz ist im Grunde lächerlich einfach! Investieren Sie als Unternehmen nicht mehr, als Sie durch das Internet verdienen können. Ich mache den Sachverhalt einmal an zwei extremen Beispielen fest:

Der Gummibärchen Händler:
Man eröffne einen „Internet Shop“ für Gummibärchen. Ein Shop kostet meist mehr als eine einfache Seite, da gewisse Sicherheitsaspekte in der Geschäfts-Abwicklung beachtet werden müssen. Zusätzlich braucht der Shop noch Kunden, die ja nicht von allein kommen. Man unterstelle 100 Seitenbesucher am Tag von den 5% etwas kaufen.

Pro Kunde ergebe sich ein Deckungsbeitrag von 1 Euro. Als etwa 1750 Euro pro Jahr. Damit ließe sich sicherlich der Shop betreiben, aber keinesfalls der Aufwand des Versandes rechtfertigen. Ganz abgesehen davon, dass 5 Bestellungen am Tag schon extrem hoch gegriffen wären. Dieser „Versuch“ wäre also kaum zu rechtfertigen.

Das Bauunternehmen:
Hier wird es natürlich kaum zu einer direkten Online-Bestellung für Leistungen kommen. Für ein Bauunternehmen wäre in den meisten Fällen auch ein lokaler Bezug sehr wichtig, da es in dieser Branche nur für wenige Großunternehmen sinnvoll ist überhaupt überregional Aufträge anzunehmen.

Man setze nun nur 3 Seitenbesucher pro Tag an. Macht in der Summe 1000 pro Jahr. Wenn nur 1% das Unternehmen in das Ausschreibungsverfahren einbeziehen und 10% der Ausschreibungen gewonnen werden, dann würde immerhin ein zusätzlicher Auftrag pro Jahr herausspringen. Bei einem angesetzten Auftragsvolumen von 100.000 Euro und 5% kalkuliertem Gewinn könnte dieser eine Auftrag die Internetpräsents für 5 Jahre tragen.
Diese Möglichkeit auszulassen wäre schon als fahrlässig zu bezeichnen.

Neben diesen Extrem-Beispielen gibt es große Grauzone. Es mag sogar eine Lösung für den Gummibärchen Händler geben. Pauschal lässt sich aber sagen, dass eine eigene Internet Seite sich lohnt, wenn hohe Umsätze durch jeden gewonnenen Kunden generiert werden…

Ein gutes Beispiel für eine geschickte Vermarktung ist die Seite Hörbuch Welt. Hier fliessen viele vorteilhafte Faktoren in eine Seite ein.

Weiterhin gibt es viele erfolgreiche Seiten in Nischenbereichen. Man kann ein Notebook gebraucht kaufen. Viel schwieriger ist es allerdings Teile für ältere Notebook zu finden, denn die Hersteller halten diese nicht immer lange vor.